Heute konnte ich ein besonders schönes Exemplar einer Wunderkoralle ergattern die aus einer Zucht stammt.
Ich habe einige meiner Bilder die ich selbst geschossen habe für einen online Store aufbereitet und zur Verfügung gestellt.
In ganzer grösse könnt ihr sie unter: www.aquariumsystems.ch ansehen.
Das neue, kleine Aufzuchtbecken wurde gestern fertiggestellt. Hier ein kleiner Aufbaubericht dazu. Die Kommentare findet Ihr direkt unter den Bilder in der Gallerie.
Nachdem ich nun bereits drei Generationen gross ziehen konnte und ich mich näher mit der Problematik des Aufzuchtbeckens auseinander setzen musste kam ich zum Schluss: Ein seperates Nano Becken wäre wohl die beste Lösung.
Anfänglich noch begeistert, musste ich jedoch feststellen dass das Einhängenetz von Sera auf die Dauer schlicht nicht zumutbar ist. Das Netz müllt dermassen schnell und fest zu dass die Kaudernis im Inneren sogar andere Wasserwerte bekommen als das Becken.
Ich habe mir dann eine Konstruktion aus einem Plexiglas-Einhängebecken, einem übrigen Schlauch und einer Luftpumpe gebastelt. Der Schlauch und die Luftpumpe wurden zu einem Luftheber der das Becken kontinuierlich mit frischem Wasser aus dem Becken versorgt. Das funktioniert soweit ganz gut, allerdings ist das Einhängebecken sehr klein und die Kaudernis sind nur bedingt darin wirklich gross zu ziehen. Bis zu einer gewissen Grösse der Kaudernis stellt es kein Problem dar, aber später kann es sogar zu Verlusten führen.

Das neue Aufzuchtbecken steht bereits bei mir in der Wohnung und man darf gespannt auf den neuen Aufbaubericht sein.
Nachdem ich nun etwas Erfahrung in der Aufzucht von Kaudernis sammeln durfte, möchte ich hier ein kleines Nachschlagewerk zusammenstellen. Was braucht es alles und auf was sollte geachtet werden:
Als erstes braucht man natürlich ein paar Kaudernis. Wir hatten das Glück und haben ein paar ergattert welches sich gleich gefunden hat und auch sogleich losgelegt hat. Die Geschlechtsbestimmung: Darüber gibt es etliche Diskussionen. Von “kann man nicht unterscheiden” bis zu “Farbunterschiede” von Männchen und Weibchen findet man alles im Netz. Dazu am besten ein Link ins Riffaquaristik Forum Dieser Thread sollte so ziemlich alles beantworten.
Mondlicht und Schlüpfen:
Ein Mondlicht ist sowieso sehr zu empfehlen. Wenn man jedoch Kaudernis haltet die Junge tragen ist ein Mondlicht Gold wert. Das Männchen wird jungen im Mondlicht rauslassen. Man kann sich wunderbar danach richten und sieht die kleinen im Mondschein recht gut und kann sie so rausfangen. Es gibt diverse Möglichkeiten. Gewisse fangen das Männchen und separieren es, warten bis er die Jungen rauslässt und setzen ihn zurück. Ander fangen ihn und “Melken” die Jungen aus seinem Mund. Ich habe mich jedoch für die sanfteste Variante entschieden. Ich habe einfach die 30 Tage gewartet bis er die Jungen rauslässt. Nach etwas mehr als 20 Tagen schlüpfen die kleinen im Mund. Danach behält er sie nochmals ca. 1 Woche bis sie wirklich buchstäblich rausfallen. Ich habe in zwei darauffolgenden Nächten die Jungen gefangen. In der ersten Nacht habe ich nach ca. 4 Stunden gerade mal 5 Stuck gefangen in der zweiten Nacht liess er dann aber die restlichen 13 innerhalb einer Stunde frei.
Aufzuchtbecken:
Da ich kein Becken ha
be um die kleinen zu sepparieren habe ich mir ein solches Einhängenetz von Sera bestellt. Das funktioniert bisher absolut problemlos. Einziger Nachteil: Es müllt relativ schnell zu, bzw. es sammeln sich schnell Algen am Netz. Als abhilfe habe ich mir ein zweites Netz zugelegt. So können die kleinen jede Woche einmal in ein frisches Netz umziehen. Vorteil: die frischgeschlüpften Kaudernis haben das selbe Wasser und das grosse Becken reagiert auch nicht so empfindlich auf Verschmutzungen.
Futter:
Als erstfutter sollte man unbedingt frischgeschlüpfte Artemia Nauplien zur Verfügung haben. Diese zu Züchten stellt jedoch kein grosser Aufwand dar. (Im Netz sollte man genügend Anleitungen dazu finden) Im Gegenteil, die robusten Salinenkrebse kann man sehr schnell und einfach züchten. Ich habe mir dazu diese Schale von Hobby zugelegt. Anfänglich etwas s’keptisch musste ich feststellen das Prinzipp ist herrlich simpel und funktioniert hervorragend. Im Gegenteil zu den Artemia Reaktoren welche mit Luft betrieben werden kommt diese Variante ganz ohne Störgeräusche aus und das entnehmen der Artemien ist sensationell gelöst. Keine Schale, keine ungeschlüpften Eier! Gerade bei kleinen Kaudernis ist es sehr wichtig das man darauf achtet das sie keine Schalen abbekommen, daran könnten sie zugrunde gehen.
Frostfutter wie: Bosmiden oder Lobstereier fressen die kleinen erst mit der Zeit. Mitlerweile fressen meine kleinen auch bereits Staubfutter. Die jungen Kaudernis sollte möglichst oft gefüttert werden. Ich füttere meine ca. 4 mal am Tag. Ganz früh, Mittags, Nachmittags und Abends. Bisher gedeihen sie prächtig.
Gefährdung:
Auszug von Wikipedia:
Da die Aufzucht im Vergleich zu anderen Meerwasserfischen wirklich sehr einfach ist, rufe ich dazu auf die jungen grosszuziehen. Irgend wann werden dadurch hoffentlich keine mehr importiert.
In der Nacht war es nun endlich soweit. Mein Kauderni Männchen hat 5 kleine aus seinem Mund entlassen. Ich habe sie in einem kleinen Einhängenetz im grossen Becken separiert. Heute morgen habe ich frische Artemia Nauplien angesetzt damit die kleinen auch bald was ordentliches zu futtern bekommen. Hier mal ein erstes Bild:

Junge Pterapogon kauderni
Die nächste Nacht war dann einiges ergiebiger. So sind es nun mitlerweile 17 kleine Kaudernis. Sie gedeihen mitlerweile prächtig:

Kaudernis nach drei Tagen.





